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Hannes Ebner
Hannes EbnerAugenoptikermeister
Geprüfter Optometrist (HWK)

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16 vollständige Beiträge
Nicht jede auffällige Fundusaufnahme zeigt eine aktive Erkrankung.

Fundusbeurteilung · Toxoplasmose · Chorioretinale Narbe

Nicht jede auffällige Fundusaufnahme zeigt eine aktive Erkrankung.

Ein Praxisfall über eine augenärztlich bestätigte chorioretinale Narbe nach okulärer Toxoplasmose. Im Mittelpunkt: die Dokumentation und Einordnung auffälliger Fundusbefunde sowie die augenärztliche Abgrenzung einer alten Narbe von einer aktiven Entzündung.

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Der Tränenfilm – unterschätzt für unsere Sehqualität.

Tränenfilm · Meibomdrüsen · Dry Eye

Der Tränenfilm – unterschätzt für unsere Sehqualität.

Wie stabil bleibt die Sicht zwischen zwei Lidschlägen? Ein Beitrag über Tränenfilm, Meibomdrüsendysfunktion und Kontaktlinsenverträglichkeit – mit Einblicken in die strukturierte optometrische Untersuchung, individuelle Beratung und augenärztliche Abklärung.

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Keratokonus und jetzt?

Keratokonus · Spezialkontaktlinsen

Keratokonus und jetzt?

Von der Anamnese und Befundbewertung zur individuellen Kontaktlinsenversorgung: Einblicke in die Anpassung formstabiler Hornhaut- und Sklerallinsen, die Nachkontrolle und die begleitende augenärztliche Beurteilung des Verlaufs.

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Wenn das Sehen rauscht.

Visual Snow · Visuelle Wahrnehmung

Wenn das Sehen rauscht.

Ein Praxisfall zum Visual-Snow-Syndrom: anhaltendes Bildrauschen, mögliche Begleiterscheinungen und die Bedeutung der ärztlichen Abklärung. Ein Blick auf Sehqualität jenseits des klassischen Visus.

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Zu jung für einen Blick auf den Augenhintergrund?

Junge Menschen · Fundusbeurteilung

Zu jung für einen Blick auf den Augenhintergrund?

Am Beispiel des Morbus Stargardt: Warum ein unerklärlich reduzierter Visus auch bei jungen Menschen eine genauere Abklärung verdient – und wo die Grenzen eines Screenings liegen.

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Wenn eine neue Brille nicht alles erklärt.

Hornhaut · Fuchs-Endotheldystrophie

Wenn eine neue Brille nicht alles erklärt.

Ein Fall aus der Praxis: Sehschwankungen, Guttae und der Verdacht auf eine Fuchs-Endotheldystrophie – von der Spaltlampenbeobachtung zur augenärztlichen Abklärung.

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1,0 Visus und trotzdem schlecht sehen?

Sehqualität · Kontrastsehen

1,0 Visus und trotzdem schlecht sehen?

Ein Beitrag über Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit und die Sehqualität im Alltag – mit Blick auf Dämmerung und Blendung.

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Der Augeninnendruck ist nur die halbe Wahrheit.

Optometrie · Glaukomscreening

Der Augeninnendruck ist nur die halbe Wahrheit.

Meine Gedanken zum Zusammenspiel von Anamnese, Druckmessung, Sehnerv, OCT, Gesichtsfeld und Verlauf im optometrischen Screening.

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Farbsehen: Was wir wissen. Und was offenbleibt.

Farbsehen · Wahrnehmung

Farbsehen: Was wir wissen. Und was offenbleibt.

Von den Zapfen der Netzhaut bis zum subjektiven Farberlebnis: ein Blick auf die Fragen, die unser Farbsehen so spannend machen.

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Kontaktlinsenanpassung praxisnah lernen.

Fortbildung · Kontaktlinsenanpassung

Kontaktlinsenanpassung praxisnah lernen.

Ein Einblick in mein dreitägiges Seminar bei der Optoshop Akademie: Weichlinsenanpassung, Nachkontrolle, Dry-Eye-Analyse und Spaltlampenpraxis.

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Myopie ist mehr als eine Zahl auf dem Brillenpass.

Myopie · Axiallänge

Myopie ist mehr als eine Zahl auf dem Brillenpass.

Ein Beitrag zur Axiallängenmessung und zur Einordnung von Refraktion, Alter und Verlauf im Myopie-Management.

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Eine gute Untersuchung beginnt mit Fragen.

Anamnese · Untersuchung

Eine gute Untersuchung beginnt mit Fragen.

Über den Wert einer sorgfältigen Anamnese, das Einordnen von Befunden und die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg.

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Wenn die Hornhaut ihre Stabilität verliert.

Hornhaut · Keratokonus

Wenn die Hornhaut ihre Stabilität verliert.

Über das frühzeitige Erkennen von Keratokonus, moderne Untersuchungsverfahren und die Zusammenarbeit zwischen Optometrie und Augenheilkunde.

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Auffälligkeiten erkennen. Und richtig einordnen.

Screening · Verantwortung

Auffälligkeiten erkennen. Und richtig einordnen.

Warum Messwerte einen fachlichen Kontext brauchen – und wie Qualifikation, die eigenen fachlichen Grenzen und interprofessionelle Zusammenarbeit eine gezielte Weiterleitung unterstützen.

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Wenn ein Screening den entscheidenden Unterschied macht.

Kinderoptometrie · Funktionsprüfungen

Wenn ein Screening den entscheidenden Unterschied macht.

Der Fall eines fünfjährigen Kindes zeigt die Bedeutung von Anamnese, Funktionsprüfungen und Fundusbeurteilung – und einer zeitnahen ärztlichen Abklärung auffälliger Befunde.

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Wenn eine Kontaktlinse einen Teil der Irisfunktion übernimmt.

Spezialkontaktlinsen · Irisprintlinsen

Wenn eine Kontaktlinse einen Teil der Irisfunktion übernimmt.

Ein Praxisfall zur individuellen Irisprintlinse: von der sorgfältigen Untersuchung und Anpassung bis zur funktionellen und kosmetischen Versorgung nach einer Augenverletzung.

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Fundusbeurteilung · Toxoplasmose · Chorioretinale Narbe

Nicht jede auffällige Fundusaufnahme zeigt eine aktive Erkrankung.

Nicht jede auffällige Fundusaufnahme zeigt eine aktive Erkrankung. Manchmal zeigt sie, was längst zurückliegt.

Bei einer Fundusbeurteilung fiel mir eine umschriebene, teilweise pigmentierte und atrophisch wirkende Veränderung in Papillennähe auf.

Die anschließende augenärztliche Vorsorgeuntersuchung bestätigte den Befund: eine chorioretinale Narbe nach okulärer Toxoplasmose.

Was steckt dahinter?

Toxoplasma gondii ist ein einzelliger Parasit, der auch die Netzhaut befallen kann. Die okuläre Toxoplasmose äußert sich typischerweise als fokale nekrotisierende Retinitis mit begleitender Choroiditis. Nach dem Abklingen der Entzündung können charakteristische chorioretinale Narben mit Pigmentveränderungen zurückbleiben.

Das Interessante: Solche Narben können über Jahre bestehen, ohne dass Betroffene sie bemerken. Entscheidend für mögliche Sehbeeinträchtigungen sind unter anderem die Lokalisation, die Ausdehnung und eine mögliche Beteiligung der Makula oder des Sehnervs.

Allerdings ist „abgeheilt“ nicht gleichbedeutend mit „für immer erledigt“.

Die okuläre Toxoplasmose kann rezidivieren. Neue Entzündungsherde entstehen häufig angrenzend an alte Narben, gelegentlich aber auch an anderer Stelle der Netzhaut. Eine neue aktive Retinitis ist dabei etwas grundlegend anderes als die alte, inaktive Narbe.

Was bedeutet das für die optometrische Praxis?

Ein auffälliger Fundus verdient mehr als eine kurze Beschreibung im Untersuchungsprotokoll.

Wichtig sind eine sorgfältige Dokumentation, die Einordnung der Lage und Morphologie, eine gezielte Anamnese und sofern vorhanden der Vergleich mit früheren Aufnahmen.

Der Fundusbefund allein beweist jedoch keine Toxoplasmose. Die ursächliche Zuordnung und die Beurteilung möglicher Aktivität erfolgen im augenärztlichen Gesamtbefund. OCT und Fundusautofluoreszenz können dabei ergänzende Informationen liefern.

Bei neuen Floatern, verschwommenem Sehen oder anderen neu auftretenden Sehstörungen ist eine zeitnahe augenärztliche Abklärung wichtig.

Für mich zeigt dieser Fall, Fundusaufnahmen dienen nicht nur dazu, aktuelle Auffälligkeiten zu entdecken. Sie helfen auch, Veränderungen einzuordnen und Menschen bei Bedarf gezielt zur weiteren Abklärung zu begleiten.

#Optometrie #Funduskopie #Toxoplasmose #Auge #Sehen

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Tränenfilm · Meibomdrüsen · Dry Eye

Der Tränenfilm – unterschätzt für unsere Sehqualität.

Diese Abbildung liegt derzeit nur in geringer Vorschauauflösung vor.

Der Tränenfilm, unterschätzt, obwohl er unsere Sehqualität maßgeblich beeinflusst.

Wir sprechen über Visus, Refraktion und Kontrastsehen. Doch wie stabil bleibt die Sicht zwischen zwei Lidschlägen?

In der optometrischen Praxis berichten Menschen von schwankender Sehschärfe, Brennen oder verkürzten Kontaktlinsentragezeiten. Oft wird die Sicht nach dem Blinzeln kurz besser.

Eine mögliche Ursache: die Meibomdrüsendysfunktion (MGD).

Die Meibomdrüsen geben ein lipidreiches Sekret ab, das den Tränenfilm stabilisiert und seine Verdunstung begrenzt.

Bei einer MGD können Drüsenausführungsgänge verlegt sowie Sekretqualität und -abgabe verändert sein. Die Folge kann ein instabiler Tränenfilm sein.

Was bedeutet das für die Sehqualität?

Der Tränenfilm bildet eine optisch wirksame Grenzfläche des Auges. Wird er instabil, kann sich die Abbildungsqualität zwischen den Lidschlägen verändern:

• Schwankender Visus trotz korrekter Refraktion

• Verminderte Kontrastempfindlichkeit

• Verstärkte Lichtstreuung und Blendung

• Verschwommenes Sehen bei Bildschirmarbeit

• Nachlassende Sehbeständigkeit beim Lesen

Auch die Kontaktlinsenverträglichkeit kann leiden.

Und genau hier beginnt unsere optometrische Arbeit.

Nicht mit pauschalen Tränenersatzmitteln, sondern mit einer strukturierten Untersuchung.

Die Anamnese klärt: Wann treten Beschwerden auf? Hilft Blinzeln? Welche Rolle spielen Medikamente, Bildschirmarbeit und Kontaktlinsen?

Der OSDI-6-Fragebogen unterstützt die standardisierte Symptomerfassung (TFOS DEWS III, 2025).

An der Spaltlampe beurteilen wir Lidkanten, Drüsenöffnungen, Lidschlag und Augenoberfläche.

Die Tränenfilmstabilität prüfen wir bevorzugt mittels NIBUT. Meibumqualität und Exprimierbarkeit liefern Hinweise auf eine MGD. Fluoreszeinanfärbung und gegebenenfalls Meibographie ergänzen die Untersuchung.

Wichtig: Nicht jedes trockene Auge beruht auf einer MGD. Und nicht jede MGD verursacht Beschwerden.

Was können wir konservativ tun?

Je nach Befund können Wärmebehandlungen, Lidrandpflege und lipidbasierte Tränenersatzmittel sinnvoll sein.

Blinkverhalten und Umgebungsbedingungen gehören ebenfalls zur Beratung.

Entscheidend sind Befundeinordnung, Verlaufskontrolle und bei Krankheitsverdacht die augenärztliche Abklärung. Bei Schmerzen, Photophobie, ausgeprägter Rötung oder neuer relevanter Sehverschlechterung ist sie dringend, besonders bei Kontaktlinsenträgern.

Mein Fazit:

Wir messen, wie scharf ein Mensch sehen kann. Doch wie stabil bleibt diese Sehqualität im Alltag?

Eine gute Refraktion korrigiert den Brechungsfehler. Einen instabilen Tränenfilm korrigiert sie nicht.

Mich würde eure Erfahrung interessieren:

Wie häufig prüft ihr bei schwankender Sehqualität gezielt den Tränenfilm und die Meibomdrüsen? Gehört das bei euch zur Routine?

#Optometrie #DryEye #Meibomdrüsen #Tränenfilm #Kontaktlinsen #Augengesundheit

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Keratokonus · Spezialkontaktlinsen

Keratokonus und jetzt?

Keratokonus und jetzt?

Heute wieder ein Thema aus meiner Praxis: Mehrmals pro Woche begleite ich Menschen mit Keratokonus bei einer Kontaktlinsenneuanpassung.

Im vorherigen Beitrag ging es um die Veränderungen der Hornhaut. Heute darum, wie daraus eine individuelle Versorgung entsteht.

1. Verstehen und einordnen

Zuerst besprechen wir die Diagnose, Beschwerden und Erwartungen. Vorbefunde, bisherige Behandlungen, Medikamente, Allergien und Augenreiben gehören ebenso in die Anamnese wie die Sehanforderungen im Alltag.

2. Untersuchen und Befunde bewerten

Als Optometrist erhebe, bewerte und dokumentiere ich die Befunde, auf denen die Kontaktlinsenversorgung aufbaut.

Dazu gehören:

• Sehschärfe und Refraktion. • Hornhauttopographie und Scheimpflug-Tomographie einschließlich Pachymetrie: Vorderfläche, Rückfläche und Dickenverteilung. • Die systematische Spaltlampenuntersuchung des vorderen Augenabschnitts.

Dabei beurteile ich Lider, Lidkanten und Meibomdrüsen, Bindehaut, Limbus und Hornhautschichten sowie Vorderkammer, Iris und Augenlinse. Ich achte beispielsweise auf Rötungen, Gefäßeinsprossungen, Trübungen und Narben.

Auch Tränenfilm und Augenoberfläche werden beurteilt. Mit Fluoreszein mache ich oberflächliche Epithelschäden, etwa Stippungen, sichtbar. Die Tränenfilmstabilität prüfe ich möglichst berührungsfrei vor der Farbstoffgabe. Auch die Hornhautvermessung erfolgt zuvor.

Diese Ausgangsbefunde ermöglichen es, spätere Veränderungen unter dem Linsentragen einzuordnen.

3. Die passende Versorgung wählen

In frühen Stadien kann eine Brille ausreichen. Bei stärkerer Irregularität können formstabile Speziallinsen die Sehqualität verbessern: Die Flüssigkeit zwischen Linse und Hornhaut gleicht Unregelmäßigkeiten optisch teilweise aus.

Sklerallinsen überbrücken die Hornhaut. Sie können je nach Hornhautform, Sehqualität und Verträglichkeit auch früher sinnvoll sein.

4. Anpassen, prüfen und begleiten

Bei formstabilen Hornhautlinsen beurteile ich Zentrierung, Bewegung und Fluoreszeinbild; bei Sklerallinsen besonders Hornhaut- und Limbusüberbrückung sowie die Auflagezone nach ausreichender Tragezeit. Bei geeignetem Sitz folgen Überrefraktion und Sehprüfung.

Nach dem Absetzen kontrolliere ich die Augenoberfläche erneut. Einweisung in Handhabung und Hygiene sowie regelmäßige Nachkontrollen gehören dazu.

Kontaktlinsen können das Sehen verbessern, stoppen aber keine Progression. Ob ein Crosslinking erforderlich ist, wird deshalb unabhängig vom Anpasserfolg augenärztlich beurteilt.

Plötzliche Sehverschlechterung, Schmerzen oder starke Rötung erfordern eine umgehende Abklärung.

Mein Ziel: gutes Sehen, eine verträgliche Versorgung und ein verständlicher Fahrplan.

#Keratokonus #Optometrie #Kontaktlinsen #Sklerallinsen

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Visual Snow · Visuelle Wahrnehmung

Wenn das Sehen rauscht.

Wenn das Sehen rauscht

Vor Kurzem stellte sich bei mir eine Kundin mit einer eher seltenen und vielen Menschen noch unbekannten Diagnose vor:

Visual Snow Syndrom, kurz VSS.

Die Diagnose war nach entsprechender ärztlicher Abklärung und dem Ausschluss anderer möglicher Ursachen bereits gestellt worden.

Betroffene beschreiben häufig ein dauerhaftes feines Flimmern oder „Bildrauschen“ im gesamten Gesichtsfeld ähnlich dem Rauschen eines alten Fernsehers.

Doch VSS ist mehr als nur dieses „Schneegestöber“.

Typische Begleiterscheinungen können sein:

• Palinopsien (Nachbilder oder „Schweife“ hinter bewegten Objekten) • Photophobie (erhöhte Lichtempfindlichkeit) • Nyktalopie (erschwertes Sehen bei Dunkelheit)

Die Diagnose erfolgt klinisch und durch den Ausschluss anderer möglicher Ursachen. Je nach Befund können dazu unter anderem Fundusbeurteilung, Gesichtsfeld, OCT sowie eine weiterführende augenärztliche oder neurologische Diagnostik gehören.

Bei unserer Kundin zeigte sich zusätzlich eine reduzierte Kontrastempfindlichkeit insbesondere bei niedrigen Ortsfrequenzen.

Ein interessanter individueller Befund. Denn auch hier zeigt sich wieder:

Ein guter Visus bedeutet nicht automatisch gutes Sehen.

Wichtig ist jedoch: Eine reduzierte Kontrastempfindlichkeit ist kein diagnostisches Kriterium für VSS und lässt sich nicht bei allen Betroffenen nachweisen. Die genaue Ursache des Visual Snow Syndroms ist bis heute nicht vollständig geklärt. Aktuelle Forschung spricht eher für Veränderungen der zentralen visuellen Informationsverarbeitung als für eine klassische strukturelle Augenerkrankung.

Was kann die Augenoptik & Optometrie bei Visual Snow beitragen?

Auch wenn das Visual Snow Syndrom keine klassische Augenerkrankung ist, kann die Augenoptik und Optometrie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten. Ein besonders interessanter Ansatz sind individuell ausgewählte Farbfilter. Studien und Fallserien zeigen, dass bestimmte chromatische Filter bei einem Teil der Betroffenen Visual Snow, Photophobie oder Palinopsien subjektiv reduzieren können. Dabei gibt es jedoch nicht den einen VSS-Filter – Farbe und Transmission sollten individuell getestet werden.

Auch in unserem Fall haben wir deshalb eine Filterbrille angefertigt.

#VisualSnow #VisualSnowSyndrom #Optometrie #Augengesundheit #Sehen #Kontrastsehen #Neuroophthalmologie #VisuelleWahrnehmung #Augenoptik #Screening #Sehqualität #Neurologie

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Junge Menschen · Fundusbeurteilung

Zu jung für einen Blick auf den Augenhintergrund?

„Für eine Untersuchung des Augenhintergrundes ist er/sie doch viel zu jung.“

Und genau darin liegt ein Denkfehler.

Denn auch junge Menschen können Veränderungen an der Netzhaut haben, die sich nicht einfach mit einer neuen Brille erklären lassen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Morbus Stargardt.

Eine hereditäre Makuladystrophie, die häufig bereits im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter symptomatisch wird.

Die Beschwerden können zunächst unspezifisch sein:

• der Visus ist schlechter als erwartet • Lesen oder das Erkennen feiner Details fällt schwerer • Blendung wird stärker wahrgenommen • Farben wirken verändert • oder im Zentrum des Gesichtsfeldes entstehen Einschränkungen

Und dann passiert schnell etwas, das wir aus der Praxis kennen:

Die Refraktion wird erneut überprüft. Noch einmal optimiert. Vielleicht noch einmal verändert.

Aber der Visus bleibt hinter dem zurück, was man eigentlich erwarten würde. Genau dann sollte man weiterdenken.

Beim Morbus Stargardt können sich im Verlauf charakteristische Veränderungen im Bereich der Makula und des retinalen Pigmentepithels zeigen, beispielsweise gelblich-weiße Flecks oder atrophische Veränderungen.

Doch es gibt einen wichtigen Punkt:

Auch eine Funduskopie kann im frühen Stadium noch weitgehend unauffällig sein.

Das bedeutet:

Ein kurzer Blick auf den Augenhintergrund reicht nicht immer aus.

OCT und Fundusautofluoreszenz können zusätzliche Informationen liefern und Veränderungen sichtbar machen, die bei der reinen Fundusbetrachtung noch diskret oder nicht eindeutig erkennbar sind.

Und trotzdem gilt:

Ein unauffälliges Screening schließt eine Netzhauterkrankung nicht sicher aus.

Ergeben sich Hinweise auf eine hereditäre Netzhauterkrankung, gehört die weitere ophthalmologische Abklärung in entsprechend spezialisierte Hände.

Für mich als Optometrist ist deshalb ein Punkt besonders wichtig:

Das Alter entscheidet nicht darüber, ob wir genauer hinschauen sollten.

Die Beschwerden und die erhobenen Befunde tun es.

Ein junger Mensch mit reduziertem oder nicht plausibel erklärbarem Visus ist nicht automatisch einfach „schwierig zu refraktionieren“.

Manchmal liegt die entscheidende Auffälligkeit am Augenhintergrund.

Und manchmal braucht es mehr als nur den Blick darauf.

Gutes optometrisches Screening bedeutet deshalb nicht, möglichst viel zu messen.

Es bedeutet, Auffälligkeiten zu erkennen, Befunde richtig einzuordnen und zu wissen, wann weitere ophthalmologische Diagnostik notwendig ist.

#Optometrie #Augengesundheit #MorbusStargardt #Stargardt #Netzhaut #Funduskopie #OCT #Fundusautofluoreszenz #Retina #Augenoptik

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Hornhaut · Fuchs-Endotheldystrophie

Wenn eine neue Brille nicht alles erklärt.

Heute mal wieder ein interessanter Fall aus der Praxis.

Eine Kundin stellte sich vor einer Zeit bei uns vor, weil sie mit ihrer Sicht zunehmend unzufrieden war und eigentlich auf der Suche nach einer neuen Brille war.

In der Anamnese zeigte sich jedoch schnell, dass es nicht nur um eine veränderte Korrektion ging.

Sie berichtete über immer wieder auftretende Sehschwankungen, zeitweise leicht trübes Sehen und störende Halos beziehungsweise Blendung um Lichtquellen.

Auch mit bestmöglicher Korrektion blieb der Visus leicht reduziert.

Das war für mich der Anlass, mir neben der Refraktion auch den vorderen Augenabschnitt etwas genauer anzusehen.

An der Spaltlampe zeigte sich dabei im Bereich des Hornhautendothels eine Auffälligkeit:

zahlreiche Guttae mit einem typischen „Hammerschlag-“ beziehungsweise „beaten-metal“-artigen Erscheinungsbild.

Damit bestand der Verdacht auf eine Fuchs-Endotheldystrophie. Aber was passiert dabei eigentlich?

Das Hornhautendothel befindet sich auf der Rückfläche der Cornea und spielt eine entscheidende Rolle dabei, den Wassergehalt der Hornhaut zu regulieren und sie transparent zu halten.

Bei der Fuchs-Endotheldystrophie kommt es unter anderem zu einem fortschreitenden Verlust beziehungsweise einer Funktionsstörung der Endothelzellen. Gleichzeitig entstehen charakteristische Ausziehungen und Ablagerungen an der Descemet-Membran die sogenannten Guttae.

Mit zunehmender Erkrankung kann das verbleibende Endothel den Flüssigkeitshaushalt der Hornhaut irgendwann nicht mehr ausreichend kompensieren.

Die Folge kann ein Hornhautödem sein. Typische Beschwerden sind dann beispielsweise:

• verschwommenes oder schwankendes Sehen • Blendempfindlichkeit und Halos • eine reduzierte Kontrastwahrnehmung • häufig morgens stärker ausgeprägtes trübes Sehen

In fortgeschrittenen Stadien können zusätzlich epitheliale Bullae entstehen, die sogar schmerzhaft sein können.

Interessant ist aber: Auch bevor ein deutliches Hornhautödem sichtbar wird, können Guttae und beginnende Veränderungen der Hornhaut bereits zu vermehrter Lichtstreuung und damit zu einer reduzierten Sehqualität führen.

Die Kundin wurde deshalb zur augenärztlichen Abklärung überwiesen. Dort bestätigte sich der Verdacht.

Aktuell wird der Befund kontrolliert und beobachtet. Gleichzeitig konnte die Refraktion optimiert werden und die Kundin ist mit ihrer neuen Brille sehr zufrieden.

Und vor allem hat sie jetzt eine Erklärung dafür, warum ihre Sicht trotzdem nicht immer gleich gut ist.

Nicht jedes Sehproblem lässt sich allein mit einer neuen Brille lösen. Eine gute Refraktion ist wichtig. Aber manchmal lohnt es sich, noch einen Schritt weiterzugehen und sich auch die Strukturen anzusehen, die am Sehen beteiligt sind.

Die Spaltlampe gehört deshalb für mich zu einer umfassenden optometrischen Untersuchung dazu.

Nicht, um eine augenärztliche Diagnose zu ersetzen sondern um Auffälligkeiten zu erkennen, sinnvoll einzuordnen und bei Bedarf gezielt weiterzuleiten.

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Sehqualität · Kontrastsehen

1,0 Visus und trotzdem schlecht sehen?

1,0 Visus und trotzdem schlecht sehen?

„Ich sehe eigentlich scharf. Aber im Dunkeln erkenne ich kaum etwas.“

Diesen Satz hören wir häufiger.

Und er zeigt: Sehschärfe und Sehqualität sind nicht dasselbe.

Der klassische Visus prüft vor allem, wie kleine Details bei hohem Kontrast erkannt werden unter optimalen Bedingungen:

Schwarz auf Weiß. Gute Beleuchtung. Klare Testzeichen.

Der Alltag ist komplexer: Dämmerung, Nächtlicher Straßenverkehr, Regen, Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge und Kontrastarme Situationen

Hier wird die Kontrastempfindlichkeit entscheidend.

Zwei Menschen können einen Visus von 1,0 erreichen und ihre Sehqualität im Alltag trotzdem völlig unterschiedlich erleben.

Deshalb greift die Aussage:

„Sie sehen doch 100 %.“ oft zu kurz.

Ein Visus von 1,0 bedeutet zunächst, dass eine bestimmte Sehschärfe erreicht wurde. Er sagt jedoch nicht automatisch, wie gut jemand bei Dämmerung, Blendung oder geringem Kontrast sieht.

Die Kontrastempfindlichkeit kann zusätzliche Hinweise darauf geben, wie das visuelle System geringe Helligkeitsunterschiede verarbeitet.

Auch Veränderungen der brechenden Medien und anderer Augenstrukturen können die Kontrastempfindlichkeit beeinflussen. Trübungen können sich möglicherweise bereits bemerkbar machen, bevor der klassische Visus deutlich reduziert ist.

Gerade in frühen Stadien kann sich das Sehen zunächst vor allem bei Dämmerung, Blendung oder kontrastarmen Situationen verschlechtern.

Kontrastsehen ersetzt daher weder eine umfassende optometrische Untersuchung noch eine ophthalmologische Diagnostik.

Es kann aber ein sinnvoller zusätzlicher Baustein sein, besonders dann, wenn subjektive Beschwerden und klassischer Visus nicht zusammenpassen.

Für mich liegt genau darin eine wichtige Aufgabe moderner Optometrie:

Nicht möglichst viele Messungen durchzuführen.

Sondern die passende Untersuchung auszuwählen, wenn die Anamnese eine konkrete Frage aufwirft.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht:

„Wie klein können Sie noch lesen?“

Sondern:

„Wie gut können Sie unter realen Bedingungen sehen?“

Wie sind eure Erfahrungen mit Kontrastsehen in der Praxis? Nutzt ihr entsprechende Tests regelmäßig und in welchen Situationen sind sie besonders hilfreich?

#Optometrie #Augenoptik #Sehen #Kontrastsehen #Sehschärfe #VisualFunction #Augengesundheit #Medientrübungen

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Optometrie · Glaukomscreening

Der Augeninnendruck ist nur die halbe Wahrheit.

Der Augeninnendruck ist nur die halbe Wahrheit.

„Der Augeninnendruck liegt bei 16 mmHg , also ist alles unauffällig.“ Ein Satz, den man in der Praxis schnell hört. Und genau hier wird es interessant. Denn kann ein einzelner Augeninnendruckwert ein Glaukom ausschließen?

Nein.

Der Augeninnendruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung und Progression eines Glaukoms, und gleichzeitig der wichtigste modifizierbare therapeutische Faktor.

Aber ein Druckwert allein sagt noch nicht, wie ein Auge auf diesen Druck reagiert.

Genau deshalb sollte ein Glaukom-Screening für mich nie bei der Tonometrie enden.

Ich möchte wissen:

→ Wie ist die Anamnese? → Gibt es eine familiäre Glaukombelastung? → Wie sieht die Papille aus? → Gibt es eine Papillen-Asymmetrie? → Was zeigt das OCT von RNFL und Ganglienzellkomplex? → Wie sieht das Gesichtsfeld aus? → Wie ist die zentrale Hornhautdicke? → Und vor allem: Wie entwickeln sich die Befunde im Verlauf?

Denn 22 mmHg bei unauffälliger Struktur und Funktion ist etwas anderes als 16 mmHg bei einer auffälligen Papille und korrespondierenden Veränderungen im OCT oder Gesichtsfeld.

Ein normaler Augeninnendruck schließt ein Glaukom also nicht aus. Umgekehrt bedeutet ein erhöhter Druckwert nicht automatisch, dass bereits ein Glaukom vorliegt. Entscheidend ist immer die Zusammenschau aus Augeninnendruck, Sehnerv, retinalen Strukturen, Gesichtsfeld und individuellem Risikoprofil.

Für mich bedeutet modernes Glaukom-Screening deshalb vor allem eines:

Nicht einen einzelnen Wert betrachten, sondern das gesamte Auge.

Anamnese. Augeninnendruck. Papille. OCT. Gesichtsfeld. Risikofaktoren. Verlauf.

Denn am Ende geht es nicht darum, ob ein Messwert „grün“ oder „rot“ ist.

Es geht darum, die Befunde zusammenzuführen und das individuelle Glaukomrisiko eines Menschen richtig einzuordnen und bei Auffälligkeiten gezielt weiterzuleiten.

#Optometrie #Glaukom #Glaukomscreening #Augeninnendruck #OCT #Augengesundheit

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Farbsehen · Wahrnehmung

Farbsehen: Was wir wissen. Und was offenbleibt.

Farbsehen, wir wissen erstaunlich viel. Und verstehen es trotzdem nicht vollständig.

Warum sehen wir Rot als Rot?

Unser Farbsehen beginnt mit drei Zapfenklassen: L-, M- und S-Zapfen. Sie sind allerdings keine einfachen „Rot-, Grün- und Blau-Rezeptoren“. Ihre spektralen Empfindlichkeiten überlappen stark.

Ein einzelner Zapfen kann deshalb nicht sagen: „Das ist 600 nm.“

Erst der Vergleich ihrer Signale ermöglicht eine differenzierte Information über die spektrale Zusammensetzung des Lichtes.

Das ist die Grundlage der trichromatischen Theorie.

Und dann kam Hering

Ewald Hering beschrieb opponente Farbbeziehungen:

Rot – Grün Blau – Gelb Schwarz – Weiß

Lange galten Young-Helmholtz und Hering als konkurrierende Theorien.

Heute wissen wir: Beide beschreiben wichtige Aspekte des Farbsehens.

Die Signale der Zapfen werden tatsächlich in opponenten neuronalen Schaltkreisen verarbeitet, beispielsweise vereinfacht als L − M oder S − (L + M).

Aber: Diese neuronalen Kanäle sind nicht automatisch gleichbedeutend mit unseren subjektiven „Grundfarben“.

Genau hier liegt eine der spannenden offenen Fragen der modernen Farbwissenschaft.

Wir können Zapfenaktivität messen. Wir können neuronale Verarbeitung in Retina und Kortex untersuchen.

Doch wie wird daraus ein subjektives Farberlebnis?

Warum sieht ein bestimmtes Aktivitätsmuster für uns rot aus?

Eine aktuelle Übersichtsarbeit von 2026 kommt zu einem ähnlichen Schluss: Trichromasie und opponente Verarbeitung sind gut belegt. Die genaue Beziehung zwischen neuronaler Verarbeitung und subjektiver Farberscheinung ist jedoch weiterhin nicht vollständig verstanden.

Und dann gibt es noch Melanopsin.

Melanopsinhaltige ipRGCs bilden ein weiteres lichtempfindliches System der Netzhaut. Es spielt unter anderem eine Rolle bei Pupillenreflex, zirkadianer Synchronisation und Schlaf-Wach-Regulation.

Eine Humanstudie aus PNAS zeigte 2024 sogar, dass melanopsinvermittelte Aktivität allein einen visuellen Perzept erzeugen kann, allerdings ohne die räumliche Detailinformation eines normalen retinalen Bildes.

Was bedeutet das für die Optometrie?

Die Netzhaut ist keine einfache Kamera.

Sie ist ein komplexes neuronales Verarbeitungssystem, das Informationen bereits vor ihrer Weiterleitung ins Gehirn detektiert, vergleicht, transformiert und moduliert.

Farbsehen ist deshalb weit mehr als:

„Drei Zapfen = drei Farben.“

Wir verstehen zunehmend besser, wie Farbinformation verarbeitet wird.

Aber noch nicht vollständig, wie daraus Farbe als subjektives Erlebnis entsteht.

Und genau das macht Farbsehen so faszinierend.

#Optometrie #Farbsehen #VisualScience #Neuroscience #Retina #ColorVision #Optometry

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Fortbildung · Kontaktlinsenanpassung

Kontaktlinsenanpassung praxisnah lernen.

Kontaktlinsenanpassung praxisnah lernen – 3 Tage Weichlinsensysteme mit Hannes Ebner bei Schneider Optoshop GmbH & Co. KG

Kontaktlinsen professionell, strukturiert und praxisnah anpassen: Genau darum geht es in meinem dreitägigen Seminar „Kontaktlinsenanpassung – Weichlinsensysteme einfach, gesund, kompetent anpassen“, das ich im Oktober 2026 über die Optoshop Akademie / Optoshop Schneider in Ried geben werde.

Vom 05. bis 07. Oktober 2026 verbinden wir fundierte Theorie mit praktischer Anwendung und schauen uns an, was eine erfolgreiche Kontaktlinsenanpassung im Alltag wirklich ausmacht.

Was erwartet euch?

In drei Tagen beschäftigen wir uns unter anderem mit:

🔹 Parametermessung 🔹 Weichlinsenanpassung 🔹 Nachkontrolle und Beurteilung des Sitzes 🔹 Materialkunde & Eigenschaften moderner Kontaktlinsenmaterialien 🔹 Verschiedene Linsensysteme und Hersteller 🔹 Dry-Eye-Analyse und deren Bedeutung für die Kontaktlinsenanpassung 🔹 Spaltlampenuntersuchung und relevante Einstellungen zur Beurteilung des vorderen Augenabschnitts 🔹 Praxisbeispiele aus dem Alltag 🔹 Und nicht zuletzt: Wie lassen sich Kontaktlinsen sinnvoll und wirtschaftlich in den Geschäftsalltag integrieren?

Dabei möchte ich nicht nur zeigen, welche Linse man anpassen kann, sondern vor allem vermitteln, warum eine Anpassung funktioniert und wann man eine Anpassstrategie hinterfragen sollte.

Die Seminardaten

📅 05.10. – 07.10.2026 📍 Optoshop Akademie, 86510 Ried 👨‍🏫 Seminarleiter: Hannes Ebner

Seminarzeiten:

* Tag 1: 10:00 – 18:00 Uhr * Tag 2: 09:00 – 18:00 Uhr * Tag 3: 09:00 – 15:00 Uhr

Seminarpreis

Der reguläre Seminarpreis beträgt 799 € zzgl. MwSt.

Durch einen Akademie-Zuschuss von 200 € beträgt der Teilnehmerpreis aktuell:

599 € zzgl. MwSt.

Im Seminarpreis enthalten sind außerdem:

📘 ein ausführliches Seminar-Skript ☕ Getränke (Kaffee und Kaltgetränke) 🍽️ Mittagessen

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, damit ausreichend Raum für Fragen, Austausch und praktische Inhalte bleibt.

👉 Hier könnt ihr euch direkt für das Seminar anmelden: https://lnkd.in/e9x4feSa

Ich freue mich auf drei intensive Tage mit viel Praxis, fachlichem Austausch und hoffentlich vielen Aha-Momenten rund um die Kontaktlinsenanpassung.

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Myopie · Axiallänge

Myopie ist mehr als eine Zahl auf dem Brillenpass.

Myopie ist mehr als eine Zahl auf dem Brillenpass.

Wenn ein Kind von Jahr zu Jahr stärker myop wird, schauen wir häufig zuerst auf die Veränderung der Refraktion.

Zum Beispiel:

−1,50 dpt → −2,25 dpt → −3,00 dpt.

Aber was passiert eigentlich im Auge?

Genau hier wird die Axiallänge interessant.

Denn bei der kindlichen Myopie ist die zunehmende Achsenlänge des Auges ein zentraler Faktor. Die Refraktion zeigt uns, wie stark die Brechkraft verändert ist, die Axiallänge zeigt uns, wie sich das Auge strukturell entwickelt.

Und genau deshalb halte ich die regelmäßige Messung der Axiallänge für einen wichtigen Bestandteil eines zeitgemäßen Myopie-Managements.

Auf dem Bild seht ihr eine Messung mit einem Myopia Master. Entscheidend ist dabei nicht das Gerät oder der Hersteller, sondern die Möglichkeit, die Axiallänge objektiv zu erfassen und im Verlauf zu vergleichen.

Denn:

0,1 mm sind bei der Axiallänge nicht einfach „nur eine kleine Zahl“. 1mm zu langes Wachstum = ~-2,70 Dpt

Über mehrere Messungen lässt sich erkennen, ob sich das Auge weiter verlängert und wie sich die individuelle Wachstumskurve entwickelt.

Dabei sollte man allerdings nicht den Fehler machen, jede Zunahme der Axiallänge automatisch als pathologische Myopieprogression zu interpretieren. Kinderaugen wachsen physiologisch und dieses Wachstum ist altersabhängig.

Deshalb ist die Kombination entscheidend:

Refraktion + Axiallänge + Alter + Verlauf + Risikoprofil.

Gerade bei der Beurteilung einer Myopiekontrolle ist die Axiallänge besonders wertvoll. Aktuelle Konsensus-Empfehlungen sehen sie als einen zuverlässigeren Verlaufsparameter als die Refraktion allein.

Für mich bedeutet modernes Myopie-Management deshalb nicht:

„Wie viele Dioptrien hat das Kind?“

Sondern vielmehr:

„Wie entwickelt sich dieses Auge?“

Und genau dafür brauchen wir objektive Verlaufsdaten.

#MyopieManagement #Myopie #Axiallänge #Myopiekontrolle #Optometrie #Kinderoptometrie #Augengesundheit #MyopiaControl #OptometrieDeutschland

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Anamnese · Untersuchung

Eine gute Untersuchung beginnt mit Fragen.

Eine gute optometrische Untersuchung beginnt nicht mit dem Autorefraktor.

Sie beginnt mit Fragen.

Was hat sich verändert? Seit wann bestehen die Beschwerden? Wann treten sie auf? Wie sieht der Alltag aus? Gibt es Medikamente, Vorerkrankungen oder familiäre Auffälligkeiten?

Erst danach kommen die Messungen.

Refraktion. Binokularsehen. Augenmotilität. Pupillenreaktionen. Augeninnendruck. Spaltlampe. Je nach Fragestellung weitere Untersuchungen.

Denn ein einzelner Messwert ist selten die ganze Geschichte.

Ein erhöhter Augeninnendruck ist nicht automatisch ein Glaukom. Eine geringe Fehlsichtigkeit erklärt nicht automatisch die Beschwerden. Und eine gute Sehschärfe bedeutet nicht zwangsläufig, dass das visuelle System unauffällig ist.

Für mich bedeutet optometrisches Arbeiten deshalb vor allem eines:

Befunde nicht isoliert betrachten, sondern Zusammenhänge erkennen.

Und genauso wichtig ist es, die eigenen Grenzen zu kennen.

Wenn ein Befund ärztlich abgeklärt werden muss, gehört eine gezielte Weiterleitung genauso zu einer guten Versorgung wie die Untersuchung selbst.

Genau diese Verbindung aus Untersuchung, Einordnung, Verantwortung und interdisziplinärer Zusammenarbeit macht die Optometrie für mich so spannend.

Nicht jeder Befund ist ein Notfall.

Aber jeder relevante Befund verdient Aufmerksamkeit.

#Optometrie #Augenoptik #Screening #Augengesundheit.

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Hornhaut · Keratokonus

Wenn die Hornhaut ihre Stabilität verliert.

Wenn die Hornhaut ihre Stabilität verliert.

Dieses Spaltlampenbild zeigt einen ausgeprägten Keratokonus. Eine Erkrankung, bei der die Hornhaut durch biomechanische Veränderungen zunehmend an Stabilität verliert und sich kegelförmig vorwölbt.

Für viele Betroffene beginnt dieser Prozess schleichend. Häufige Änderungen der Brillenglasstärke, zunehmender irregulärer Astigmatismus, schwankende Sehschärfe, Blendempfindlichkeit oder Ghosting werden anfangs oft unterschätzt.

Dabei entscheidet gerade die Früherkennung häufig über die therapeutischen Möglichkeiten.

Die Diagnostik des Keratokonus hat sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Während die Scheimpflug Tomographie nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Beurteilung der Hornhautmorphologie spielt, gewinnt die Kombination mit biomechanischen Messverfahren und hochauflösender Vorderabschnitts OCT zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, strukturelle und funktionelle Veränderungen möglichst früh zu erkennen, noch bevor sich klinisch deutliche Progressionszeichen zeigen.

Auch die Therapie hat sich deutlich verändert.

Ein nachgewiesener Progress kann heute in vielen Fällen durch ein Corneal Cross Linking aufgehalten werden und so die biomechanische Stabilität der Hornhaut erhalten. Je nach Befund können zusätzlich intrastromale Hornhautsegmente oder neuere Verfahren wie CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments) dazu beitragen, die Hornhautgeometrie zu regularisieren und die Sehqualität zu verbessern. Moderne formstabile oder Skleralkontaktlinsen ermöglichen darüber hinaus vielen Betroffenen auch bei fortgeschrittenem Keratokonus eine hervorragende visuelle Rehabilitation. Eine Hornhauttransplantation ist dadurch heute häufig erst deutlich später oder in manchen Fällen gar nicht mehr erforderlich.

Gerade bei diesem Beispiel, wird wieder deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Optometrie und Augenheilkunde ist. Mit standardisierten Messungen, einer objektiven Verlaufskontrolle und dem frühzeitigen Erkennen von Auffälligkeiten können wir wichtige Informationen für die augenärztliche Diagnostik liefern und dazu beitragen, dass therapeutische Möglichkeiten rechtzeitig genutzt werden.

Quellen zum nachlesen: Corneal Cross Linking

* Comprehensive Review Keratoconus Management https://lnkd.in/eDW9yb_X * Cross Linking: https://lnkd.in/eZ-qKJt5

Intrastromale Hornhautsegmente (ICRS) * Comprehensive Review of Intrastromal Corneal Ring Segments (2025): https://lnkd.in/eH-ADpEj * CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments) Literature Review: https://lnkd.in/eE4_9vRR * Systematic Review und Meta Analyse zu CAIRS: https://lnkd.in/emjdqNVT

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Screening · Verantwortung

Auffälligkeiten erkennen. Und richtig einordnen.

Nicht jede Auffälligkeit braucht einen Notfalltermin. Aber jede Auffälligkeit braucht eine fachlich fundierte Einordnung.

In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, was gute optometrische Arbeit für mich eigentlich ausmacht.

Es geht nicht darum, möglichst viele Auffälligkeiten zu finden und möglichst viele Menschen zum Augenarzt zu schicken.

Es geht darum, Auffälligkeiten richtig einzuordnen.

Und genau hier sehe ich eine große Stärke gut ausgebildeter Augenoptiker:innen und Optometrist:innen.

Denn eine fundierte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung sind die Grundlage dafür, Messwerte und Beobachtungen nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in einen fachlichen Zusammenhang einzuordnen.

Ein einfaches Beispiel:

Ein einmalig erhöhter Augeninnendruck ist ein Befund, den man ernst nehmen sollte.

Aber ein einzelner Messwert ist eben auch nur ein einzelner Messwert.

Die richtige Reaktion darauf ist nicht automatisch die sofortige Notfallüberweisung.

Vielmehr kommt es auf den gesamten klinischen Kontext an: Wie wurde gemessen? Ist der Wert reproduzierbar? Wie sehen Sehnervenkopf und Netzhaut aus? Gibt es Auffälligkeiten im Gesichtsfeld? Gibt es weitere Risikofaktoren oder klinische Hinweise?

Je nach Befund kann es deshalb sinnvoll sein, eine Messung unter geeigneten Bedingungen zu wiederholen und weitere relevante Untersuchungen in die Beurteilung einzubeziehen.

Genau hier zeigt sich für mich die Qualität einer guten optometrischen Versorgung:

Nicht vorschnell zu dramatisieren. Aber genauso wenig zu bagatellisieren.

Eine fachlich fundierte Einordnung kann dabei helfen, Patient:innen gezielter weiterzuleiten nämlich dann, wenn die Befundlage eine weiterführende augenärztliche Abklärung sinnvoll oder notwendig macht.

Es kann auch dazu beitragen, die vorhandenen Ressourcen im Gesundheitssystem sinnvoll einzusetzen und unnötige Überweisungen zu vermeiden.

Denn auch Augenärzt:innen brauchen die Möglichkeit, ihre Zeit dort einzusetzen, wo sie besonders dringend benötigt wird.

Dafür braucht es aus meiner Sicht aber eines ganz besonders:

Qualifikation.

Wir sollten als Augenoptiker:innen und Optometrist:innen unsere fachliche Kompetenz nicht kleinreden.

Eine gute Ausbildung, fundierte Weiterbildung und ein sicherer Umgang mit den eigenen fachlichen Grenzen sind entscheidend.

Kompetenz bedeutet auch, zu wissen:

Was kann ich selbst beurteilen? Was muss ich weiter beobachten? Und wann ist eine augenärztliche Abklärung erforderlich?

Genau darin sehe ich die Chance einer modernen, interdisziplinären Versorgung.

Nicht in einem Gegeneinander von Augenoptik, Optometrie und Augenmedizin.

Sondern in einer Zusammenarbeit, bei der jede Berufsgruppe ihre Kompetenzen einbringt, ihre Grenzen kennt und Verantwortung übernimmt.

Denn am Ende sollte es nicht darum gehen, wer einen Befund entdeckt hat.

Sondern darum, dass der Mensch vor uns zur richtigen Zeit die richtige Versorgung erhält.

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Kinderoptometrie · Funktionsprüfungen

Wenn ein Screening den entscheidenden Unterschied macht.

Wenn ein Screening den entscheidenden Unterschied machen kann.

Dieser Fall beschäftigt mich noch immer sehr.

Eine Mutter stellte ihre damals fünfjährige Tochter bei mir vor, weil ihr aufgefallen war, dass das linke Auge immer wieder nach außen driftete.

Zuvor war das Mädchen aufgrund von wiederkehrendem Schwindel kinderärztlich und anschließend bei einem Hals Nasen Ohrenarzt untersucht worden. Dort fand sich eine plausible Erklärung für den Schwindel. Unabhängig davon empfahl der Hals Nasen Ohrenarzt, die Augen im Rahmen eines Sehtests überprüfen zu lassen. Eine Empfehlung, die sich im weiteren Verlauf als äußerst wichtig herausstellen sollte.

Bereits in der ausführlichen Anamnese berichtete das Mädchen, dass sie auf einem Auge deutlich schlechter sehe und gelegentlich farbige Punkte wahrnehme. Die objektive Refraktionsbestimmung zeigte lediglich eine geringe Fehlsichtigkeit. Diese erklärte die Beschwerden jedoch nicht.

Entscheidend war deshalb die weiterführende optometrische Untersuchung im Rahmen eines Screenings. Neben der Refraktionsbestimmung wurden die Augenmotilität, Folgebewegungen, Konvergenz, Pupillenreaktionen, das beidäugige Sehen sowie der Augenhintergrund mittels binokularer indirekter Ophthalmoskopie beurteilt.

Dabei zeigten sich mehrere Auffälligkeiten.

• Eine auffällige Pupillenreaktion. • Einschränkungen der Augenbeweglichkeit. • Eine hochgradige Visusminderung eines Auges bis auf Fingerzählen. • Eine auffällig blass erscheinende Sehnervenpapille.

Diese Befunde machten eine zeitnahe augenärztliche und weiterführende medizinische Abklärung aufgrund des Verdachts auf eine mögliche neuroophthalmologische Ursache erforderlich. Noch am selben Tag wurde eine augenärztliche Vorstellung organisiert.

Im weiteren Verlauf wurde mittels Bildgebung ein Tumor im Gehirn festgestellt, der im Bereich hinter den Augen vor der Hypophyse lag und auf den Sehnerv drückte.

Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, dass nicht jede Sehbeschwerde bei Kindern eine Frage der Brille ist.

Gerade bei Kindern ist es deshalb entscheidend, nicht nur Messwerte zu betrachten, sondern das gesamte visuelle System und die Beschwerden im Kontext zu beurteilen.

Eine optometrische Untersuchung ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Sie kann jedoch Auffälligkeiten erkennen, Verdachtsmomente aufzeigen und dazu beitragen, dass Kinder zeitnah der richtigen medizinischen Versorgung zugeführt werden.

Mein Appell an alle Kolleginnen und Kollegen aus Augenoptik, Optometrie und Augenheilkunde:

Schauen wir bei Kindern genau hin. Hören wir genau zu. Nehmen wir Auffälligkeiten ernst.

Eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit und ein strukturiertes Screening können entscheidend dazu beitragen, dass Kinder frühzeitig die richtige medizinische Versorgung erhalten.

(Beispielbild aus einer öffentlich zugänglichen Quelle. Dient ausschließlich der Veranschaulichung und zeigt nicht den tatsächlichen Befund. Quelle: https://lnkd.in/ehDQ6cmh)

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Spezialkontaktlinsen · Irisprintlinsen

Wenn eine Kontaktlinse einen Teil der Irisfunktion übernimmt.

Wenn eine Kontaktlinse einen Teil der Irisfunktion übernimmt.

Nach einer Hornhautperforation mit Irisprolaps bleiben häufig nicht nur strukturelle Veränderungen der Hornhaut zurück. Je nach Ausmaß des Traumas können zusätzlich Irisdefekte, irregulärer Astigmatismus sowie eine erhöhte Blendempfindlichkeit die Sehfunktion erheblich beeinträchtigen.

In solchen Fällen können individuell gefertigte Irisprintlinsen eine wertvolle rehabilitative Versorgungsoption darstellen.

Bei unserem Patienten erfolgte zunächst eine umfassende optometrische und kontaktlinsenspezifische Analyse. Dazu gehörten:

• Hornhauttopographie & Pachymetrie • objektive und subjektive Refraktion • Spaltlampenuntersuchung einschließlich Fluoreszeinbeurteilung der Augenoberfläche

Auf Basis dieser Daten wurde beim ersten Termin eine Messlinse ausgewählt. Dabei wurden unter anderem Sitz, Zentrierung, Bewegungsverhalten, Gesamtdurchmesser sowie die geeignete Größe der künstlichen Pupillenöffnung beurteilt. Anschließend erfolgte die Auswahl der Irisfarbe mithilfe eines Farbfächers, um eine möglichst natürliche kosmetische Anpassung zu erreichen.

Bereits beim zweiten Termin konnte die individuell gefertigte Irisprintlinse angepasst werden.

Das Ergebnis bei diesem Patienten:

- deutliche Reduktion der subjektiven Blendempfindlichkeit - Verbesserung der funktionellen Sehqualität - Zunahme der Sehschärfe gegenüber der Ausgangssituation - natürliches kosmetisches Erscheinungsbild

Eine Irisprintlinse ersetzt die anatomische Iris selbstverständlich nicht. Sie kann jedoch einen Teil ihrer optischen Funktion übernehmen, indem sie den einfallenden Lichtstrahl auf eine definierte Pupillenöffnung begrenzt. Dadurch werden störende Randstrahlen reduziert. Je nach zugrunde liegender Pathologie kann dies die Blendempfindlichkeit verringern und die subjektive Bildqualität sowie bei geeigneter Indikation auch Sehschärfe und Kontrastwahrnehmung verbessern.

Der Erfolg einer solchen Versorgung beruht dabei nicht allein auf der Linse selbst. Entscheidend sind eine sorgfältige Untersuchung, die präzise Auswahl der Linsengeometrie sowie die individuelle Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten des Auges.

Für mich sind genau diese Fälle ein gutes Beispiel dafür, wie spezialisierte Kontaktlinsenanpassung weit über eine klassische Refraktionskorrektur hinausgeht. Ziel ist nicht nur eine bessere Sehschärfe, sondern die Wiederherstellung möglichst hoher visueller Funktion und damit ein spürbarer Zugewinn an Lebensqualität.

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